Landleben statt Großstadthype

München ist wieder einmal der Vorreiter eines neuen Trends. Seit einigen Jahren sind die deutschen Großstädte nicht mehr so attraktiv für Menschen in der „rush hour“ des Lebens. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf scheint außerhalb der Großstädte besser möglich zu sein, so dass in der Altersgruppe der 30- bis 50-Jährigen eine deutliche Zunahme der Abwanderung aus den Städten hinaus aufs Land festzustellen.

„In dieser Gruppe war die Abwanderung aus München heraus im Jahr 2017 mit einem Saldo von minus 13.800 Einwohnern am stärksten“, stellte der Autor einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Ralph Henger vor kurzem in der Wirtschaftswoche fest.

Nach der Schule verlassen immer noch viele Personen ihre kleinen Städte und Gemeinden und ziehen zum Arbeiten oder Studieren in die großen Städte. Doch Familien scheinen heute immer weniger dazu bereit zu sein, in den Großstädten zu bleiben.

Hier zeichnet sich somit seit einigen Jahren ein neuer Trend ab: Stadtflucht statt Großstadthype. Das Leben auf dem Land ist zumindest für Familien wieder „hip“. Jonathan Touboul, Mathematikprofessor an der US-amerikanischen Brandeis-Universität, hat vor kurzem den „Hipster-Effekt“ untersucht und ist dabei – ausgehend von dem antikonformistischen Verhalten der „Hipster“ – zu dem Ergebnis gekommen, dass sich solche Trends auch noch verstärken. Beste Aussichten für hippe Landeier…

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